Start / Medizin ohne 1,0
Häufige Frage

Kann man Medizin ohne 1,0 studieren?

Ja, eine 1,0 ist nicht die einzige denkbare Zulassungsroute. Aber: Es gibt keine pauschale Garantie. Entscheidend sind Quote, Hochschule und dein gesamtes Bewerbungsprofil.

Weg 1: Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ)

Die ZEQ umfasst 10 % der nach Vorabquoten verbleibenden Studienplätze. Hier spielt die Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung keine Rolle. Stattdessen werden schulnotenunabhängige Eignungskriterien verwendet.

Weg 2: Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH)

60 % werden über das AdH vergeben. Hochschulen können verschiedene Kriterien kombinieren. Ein starkes Eignungstestergebnis kann je nach Standort erheblich sein – die genaue Gewichtung muss aktuell geprüft werden.

Weg 3: Ausbildung und Berufserfahrung

Anerkannte Berufsausbildungen oder Berufstätigkeit können an einzelnen Hochschulen in ZEQ oder AdH berücksichtigt werden. Welche Berufe anerkannt sind und wie viele Punkte vergeben werden, ist hochschulspezifisch.

Weg 4: Landarztquote und andere Vorabquoten

Besondere Landesquoten können einen zusätzlichen Weg eröffnen. Sie sind jedoch an eigene Auswahlverfahren und langfristige berufliche Verpflichtungen gebunden.

Die bessere Frage lautet: Nicht „Reicht meine Abinote?“, sondern „Bei welchen Hochschulen passt mein Profil am besten zu den aktuellen Auswahlkriterien?“

Was du jetzt konkret tun solltest

  1. Wunschstandorte sammeln.
  2. Für jeden Standort die aktuellen AdH- und ZEQ-Kriterien prüfen.
  3. Teststrategie für TMS/TMSnat festlegen.
  4. Anerkannte Ausbildung/Berufserfahrung dokumentieren.
  5. Besondere Landesquoten nur bei ernsthafter Bereitschaft prüfen.